Was ist nur passiert? Jeden Morgen, wenn ich Klango starte, höre ich die Meldung: Nichts Neues.
Seit 2010 ist irgendetwas geschehen, was ich noch nicht deuten kann, Klango ist verweist. Selbst vom Klangoteam kommt keine neue Meldung mehr. Haben wir Klangonen etwas falsch gemacht? Fällt uns nichts mehr ein? Gibt es keine Probleme mehr? Wie kann Klango wieder belebt werden?
1. Wir benötigend dringend die Möglichkeit, CDs aufnehmen, bzw. abspielen zu können;
2. Es müssen wieder Denkanstöße entwickeln.
3. Der Kontakt zum Klangoteam müsste noch verbessert werden.
4. Es müsste dringend eine Liste mit weiteren Verbesserungsvorschlägen an das Klangoteam gesendet werden.
5. und nicht zuletzt:
Das Klangoteam brraucht Rückmeldungen, damit der Mut nicht sinkt.
Dieses Projekt darf nicht sterben!!!
Klaus Kraska.
Gerne sitze ich, das Headset auf den Ohren da, und ich lausche meiner Lieblingsmusik, Oldies, Countrysongs oder guter Volkmusik. Ich brauche keine Karte vorbestellen, ich muss nicht hoffen, dass ich, ist erstmal der Termin des Konzerts da, gesund bin, um meine Karte nicht weiterverkaufen zu müssen. Ich habe nichts gegen Livekonzerte, dennoch mag ich es, nicht im Gedränge zu stehen, geschupst zu werden, im Notfall nicht rauszukönnen.
Ich kann die Lautstärke selbst bestimmen, ich kann bestimmen, wann wer auftritt.
Dank meines Headsets mit Dolbydigitalsounds habe ich optimale Klangbedingungen. Im Konzertsaal oder unter freiem Himmel entgeht mir oft das Wesentliche. Das Jolen der Menge, durchaus normal mag ich nicht unbedingt.
Sicher war ich auch schon bei Livekonzerten, dennoch, ähnlich wie beim Fernsehen möchte ich bestimmen, wen oder was ich höre.
Klaus Kraska.
Meine Frau hat mir einen ganz besonderen Adventskalender geschenkt. Ja, lieber Leser, auch wir Erwachsenen haben Adventskalender. Meiner sieht aus wie eine Pralinenschachtel.
Ein typisches Weihnachtsbild ziert seine Oberfläche. Kleine LED-Lämpchen verheißen Überraschung pur. Die Türchen sind, wie bei jedem Weihnachtskalender, so angeordnet, dass man sie suchen muss. Wie? Werdet ihr denken, Kraskas ist doch blind. Wie will er die Türchen finden.
Da war mein Engel wieder mal clever. Sie nahm eine kleine Klammer, steckte sie so an das Türchen, dass ich sie finden kann.
Ich öffne sie von rechts nach links und, was jetzt, ein kleines Bild wird sichtbar. Meine Frau beschreibt es mir liebevoll.
Nun Kommt der Clue. Drückt man auf das Bild, beginnt der Kalender, Weihnachtslieder zu spilen. Jeden Tag ein anderes. In dem Kalender befinden sich Musikbausteine mit unterschiedlichem Arangement.
Ja, so etwas kann nur jemande in die Hände fallen, der liebt.
Jetzt sitzen wir beide all morgendlich mit dem Kalender auf meinem Schoß da und singen mit. Gruss Klaus.
halt, beinahe hätte ich die Lämpchen vergessen. rot, grün und gelb blinken sie im Takt mit. Die grünen für den Tannenbaum, die gelben sind Sterne und die Roten bilden den Schlitten.
Wer kennt das nicht? Wir kommen mit Ehefrau, Freundin, Mutter oder Vater zum Arzt, ins Restaurant, ins Geschäft und kaufen etwas, lassen uns behandeln usw. Da wird die sehende Begleitung groß angeschaut: “Was hat er denn? Hat er Hunger? Möchte er was trinken? und so weiter.
Wie kommt es nur, dass an uns Blinden vorbeigeredet wird? Wie kommt es zu dieser Unbeholfenheit der Sehenden? Was haben wir an uns, dass an uns vorbeigefragt wird?
Wir leben im 21 Jahrhundert, und dennoch, selbst heute, wo ich dies schreibe, ist es beim Zahnarzt passiert: Die junge Angestellte fragte meine Frau nach Dingen, die mich betrafen. Meine Frau ignorierte die Fragerei, so dass die junge Frau dann doch mich ansprechen musste.
Einen Tipp an die sehenden Leser: Gebt den Menschen draußen zu verstehen, dass blinde Zeitgenossen nicht anders zu behandeln sind. Sie haben zwar nicht die Möglichkeit des Augenkontaktes, dafür einen Mund, der, Gott, sei Dank, gut funktioniert. Klaus Kraska.
Ich kann Fussball nicht leiden, überhaupt finde ich Sport langweilig. So! Der Schuss ist gefallen. Jetzt werdet ihr wie die Geier über mich herfallen: Mensch! Der Kraska ist nicht trandy. Mir egal! Ich will das in das Land hinausrufen, was sich irgendwie niemand mehr zutraut: Ich finde Sport und vor allem Fußball blöde.
Schon in der Schule, ich war der einzige Junge in meiner Klasse, der Fußball langweilig fand. Jeden Montag in der großen Pause, wir standen auf dem Pausenhof, da wurde die Bundesliga durchgehechelt. Wer hat welches Tor geschossen, wer schied wegen irgendwelcher Verletzungen aus, welcher Trainer wurde entlassen, welcher Schiri (Schiedsrichter) hat sich schmieren lassen, usw.
Leute ich stand dabei und war der eine, der nichts dazu sagen konnte oder wollte.
Fußball ist des Mannes, halt! Jetzt auch der Frau zweite Lieblingsbeschäftigung. Furchtbar, als wenn unser Land, das gute, ach so gute Deutschland, ein Fußball wäre.
irgendwann platzt er. >Ich werde lachen, wenn es knallt.
Seit 2006 nach der WM, Deutschland dreht durch. Heine wurde geknebelt, das Wintermärchen wurde zum Sommermärchen.
Gabriel, der Sänger aus Bünde in Ostwestfalen singt: Lasst die Fahnen auf dem Dach! Ist das nicht schlimm. Als wenn die Bundesrepublik, ja, ich möchte diesen, schon fast vergessenen Namen mal wieder nennen, nichts anderes zu bieten hätte, als Fußball oder : irgend einen anderen Sport.
Wenn wir mal in uns hineinhören werden wir merken, dass wir ganz schön bearbeitet werden von den Medien.
Mir graut schon vor dem Sommer 2010, denn da ist in Südafrika Fussball-Weltmeisterschaft.
Für mich nicht! Gruss Klaus.
Das Jahr neigt sich dem Ende. Da schlagen Herzen schneller, da schaut man auf den Kalender, da stellt man fest: O! Bald ist Weihnachten! O! Ich muss zur Bank, mein heiß ersehntes Weihnachtsgeld abholenl. O! Ich habe noch keine Geschenke, als wenn Schenken Pflicht sei! O! Ich muss backen! Als wenn Plätzchen backen Pflicht sei! O! Ich muss schauen, wen ich in diesem Jahr zum Fest einlade, als wenn Einladen Pflicht sei. O! Ich muss, ich muss und noch mal, ich muss!
Alles Quatsch! Nichts muss man. Weihnachten ist zum Marktrenner verkommen!
Wenn du Weihnachten als etwas ruhiges, erholsames, entspannendes für dich wiedererkennst, wirst du auch keinen Weihnachtsstress mehr fühlen.
Ich kenne ihn nur vom Fernsehen, vom Radio oder vom Gerede anderer Leute. Ich wünsche euch eine Stresslose Vorweihnachtszeit. Klaus Kraska. Pfl
Etwas sehr schönes ist ein Spaziergang mit Simone, meiner Frau und Freundin. Sie geht links von mir. Wir halten uns bei der Hand. Meine linke in ihrer rechten, so gehen wir gemütlich einher.
Schon wenn wir unser Haus verlassen erschnuppere ich unsere Kleinstadtluft. Wir wissen längst wohin es heute gehen soll. Mal in die Innenstadt, mal ins ehemalige NVA-Objekt, Mal an der Neiße entlang, mal an der Mandau, mal in den grünen Ring, mal in den Westpark mal nur eine kleine Runde.
Stets ist Simone mein Auge in die Welt. Was ich nicht sehe, sie sieht es für uns. Was ich zuerst höre, ich höre es für uns. Wir ergänzen uns.
Jedesmal, wenn wir daheim angekommen sind ist es so, als habe ich alles gesehen, was es zu sehen gab, Bäume, Blätter, Gräser, Steine, auch T-Shirts, Hosen, Röcke, Kleider, Schuhe usw. Alles gibt mir Simone in die Hand.
Unsere Spaziergänge machen reich, machen zufrieden, füllen aus.
Jemand schreibt, Zitat: Gehen ist Vortbewegung zu Fuß!.
Genau das ist es. Zu Fuss erfährt man mehr als zu Tandem, mit dem Auto, mit der Bahn oder mit dem Bus oder Zug.
Wir gehen gerne spazieren. Klaus Kraska.
Stellt euch vor, ihr seid alleine, findet im Briefkasten Briefe, Werbung, Flyer usw., was nun? Keiner da, der sehen kann - wäre schön, wenn es ein Gerät gäbe, mit dem ich das Problem lösen könnte -
so fing es an, bis ich 1987 ein Gerät entdeckte, welches das Kürzel, DELTA, hatte. Es wurde von einer französischen Firma mit dem Namen Sistelex hergestellt, hatte eine zwölfstellige Piezo-Braillezeile, und man musste, ähnlich wie beim Optacon, eine Handkamera über das bedruckte Papier führen.
Leider konnte man mit DELTA nur gedruckte Texte lesen. Mit dem Optacon hingegen lassen sich auch handgeschriebene Dinge erkennen. Mir viel es zu schwer, dieses System zu erlernen, so versuchte ich mich am DELTA.
Das Lesen war sehr mühsam. Nur im Schneckentempo ging es voran. Für ein Taschenbuch benötigte ich gut drei Wochen. Das hieß, täglich 4 Stunden intensives Lesen.
6 Jahre später entdeckte ich die Sprachausgabe. Mit Hilfe eines Scanners ging das Lesen wesentlich schneller vonstatten.
Ich bekam einen Computer, meinen ersten, und ich war froh, dass ich nun endlich Zugang zu fast allen gedruckten Texten hatte.
Neben meinem damaligen Lesesystem, dem Lesephon, entdeckte ich auch den ersten dos-Screenreader, Bamplus.
Nichts, was ich seither im Bereich Computer erlernte, wurde mir in teuren Schulungen vermittelt. Alles erarbeitete ich mir selber durch fragen und noch mal fragen.
Ich habe die Erfahrung gemacht: Am PC sitzen und probieren ist das einzig Wahre.
Durch harte Autodidaktik bekam ich ein gutes, aber unverbindliches Verhältnis zum Computer.
Erst seit Klango gingen viele, neue Türen auf. So kam das spiel am PC dazu.
Die Arbeit im Web wurde durchKlango wesentlich erleichtert.
Vorher schon, genau vor 6 Jahren bekam ich eine Braillezeile, was ein weiteres Moment darstellte.
Computern muss nicht süchtig machen, aber es kann eine Art Auge für uns blinde Zeitgenossen sein. Klaus.
Kennt ihr das Spiel mit den 81 Ziffern?
Sicher kennt ihr das Spiel, das erst die Japaner, später die ganz Welt gefangen nahm und das Köpfe zum Rauchen brachte, das Spiel, bei dem es um alles geht, das Spiel, das Sudoku heißt.
Als ich vor drei Jahren davon hörte, meine Frau hat es entdeckt, dachte ich: Wer das kann, muss ein Übermensch, ein Titan sein, bis ich selbst vor einem Brett aus Plastik mit 81 Löchern saß, in das kleine Stecker, rechteckig, mit Ziffern drau gesteckt werden. Auf den Steckern sind aufgelegte arabische Ziffern, die durch ihre Farben, blau, grün, weiß usw. unterschieden werden.
Ziffern von 1 bis 9. Nun, wie sollte ich sie erkennen? Meine Frau, nicht dumm, meinte: Wir prägen auf Dymoband mit der Druckzange Punktschriftzahlen. Ich fand das klasse und begann.
Ich druckte die 9 Einser, die 9 Zweier, die 9 Drier usw., bis ich 81 Ziffern zusammen hatte. Nun klebte meine Frau auf jeden Stecker eine entsprechende Zahl auf. Fertig war das Sudoku für Blinde.
Nun begann ich, dieses Puzzlespiel systematisch zu erlernen.
Wie es geht, 3 Kästen mit je 3 Ziffern nebeneinander und drei Ziffern untereinander sind von links nach rechts angeordnet.
Drei Kästen untereinander. Sie sind unterscheidbar durch die Oberflächenstruktur.
So wurde ich zu einem leidenschaftlichen Sudokuspieler. Klaus.
Seit es Menschen gibt, gibt es auc Mundarten, bzw. Dialekte. Es ist nur schade, dass sie allmählich verschwinden.
Der Grund dafür kann sein: Die modernen Medien; die Welt ist auf Grund der heute schnellen Verkehrstmittel kleiner geworden, zusammengerückt. Menschen können reisen; ein Umzug in eine föllig neue Gegend ist nicht mehr so kompliziert.
Was könnte man tun, um den Verfall der Dialekte zu verhindern?
Da gibt es mannigfaltige Möglichkeiten wie: Interessengruppen, die Alten, denen wir zuhören müssen, Bücher, das Wachhalten des eigenen Dialektes, sofern man einen spricht.
Ich lebte in vielen Regionen und hörte dort die Mundarten wie: Den Rheinischen Dialekt während der Schulzeit, den badischen Dialekt während meiner Berufszeit, den berliner Dialekt während meiner Ausbildung, den fränkischen Dialekt während einer Umschulung usw.
In meinem Geburtsort spricht man den Ruhrpottdialekt.
Irgendwie empfinde ich es als gefährlich, wenn unsere Dialekte sterben, sind sie doch ein Stück Heimat. Wir wollen so deutsch sein, lassen die britische Sprache aber mehr und mehr zu.
Wir reden bald mehr englisch als deutsch.
Also: Rettet die Mundarten, ehe sie niemand mehr kennt. Klaus.